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ComicZoo: Comics-Tutorial von Ron
Tutorial Tutorial Comic Zeichnen

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Comic-Tutorial
(eigene Comics selber zeichnen)

Hallo Ihr Comic-Interessierten!

Auf dieser Seite habe ich mal zusammengestellt, was alles für Schritte nötig sind, um einen Comic selbst zu zeichnen. Entweder lest Ihr es aus reiner Interesse, oder vielleicht gibt es Euch auch ein paar Inspirationen, um selber ein Comic zu zeichnen.
Comics selber zeichnen
Es gibt im Groben die folgenden Schritte beim Erstellen eines Comics:




Die Idee

Als erstes muss natürlich eine Idee her. Ohne Idee kein Comic.
Ich möchte meist irgendetwas Bestimmtes zeichnen und überlege nur, in welchen Kontext ich es bringen kann, damit daraus ein Comic wird. Manchmal erlebe ich auch etwas Interessantes, aus dem ich eine Idee zu einem Cartoon oder Comic forme.
Bei einer längeren Geschichte überlege ich mir erst die Schluss-Pointe und anschließend, wie ich die Handlung dazwischen gestalte. Hierbei ist zu beachten, dass die Schluss-Pointe sich möglichst auch auf den Anfang der Geschichte beziehen sollte, denn somit wird sie auch in sich geschlossen. Die einzelnen Gags sollten immer zum Ende einer Seite kommen, dann werden sie nicht durch durch Umblättern unterbrochen. Bei einem kurzen Comicstrip wie diesem hier ist das alles nicht nötig, denn es handelt sich ja nur um zwei Bilder.
Comic-Idee Wenn die Idee steht, skizziere ich sie kurz, damit sie nicht verloren geht. Hier rechts seht Ihr eine solche Skizze - das sollen Yoda und Luke aus Star Wars sein. Meine Motivation war hier a) einen Comic mit Yoda für meine Star Wars Parodie zu malen und b) wollte ich gerne eine dunkle Siluette vor einem hellen Höhleneingang zeichnen - ich dachte, das sieht sicher gut aus.
In meinem Unterbewusstsein trage ich die Idee nun mit mir herum und verfeinere sie langsam, bis ich mich hinsetze und anfange, den Comic zu zeichnen.


Die Zeichnung

Auf geht's: Die interessanteste Aufgabe steht jetzt an: das Zeichnen!
Die Figuren und Hintergründe müssen alle gezeichnet werden. Sind die Figuren neu, so fallen oft viele Skizzen an, bevor das Design der Charaktere endgültig fest steht. Zum Skizzieren reicht natürlich ein einfacher Bleistift (möglichst weich, also HB).
Wenn ich Tiere als meine Haupthelden nehme, schlage ich meist ein Tierbuch auf und zeichne hier erst mal die Tiere ab. So erkenne ich die Besonderheiten (Erkennungsmerkmale) dieses Tiers, anhand dessen es zu erkennen ist. Diese Merkmale muss ich natürlich dann auch in meine Zeichnung einbringen, damit jeder das Tier erkennt (mehr oder weniger schwierig, je nachdem wie abstrakt die Comicfigur nachher aussehen soll).
Hier in diesem Fall wusste ich schon genau, wie mein Yoda aussehen soll (genauso wie halt Yoda aus Star Wars), so dass ich nach zwei Skizzen zufrieden war (1).
Comic-Skizzen YodaAus den fertigen Skizzen, die meist noch etwas detailarm sind, werden die endgültigen Zeichnungen mit einem Fineliner (Pigmenttusche) oder mit Feder und Tinte auf dünnes Papier oder Pauspapier durchgezeichnet (2). Hierbei ist zu beachten, dass vor allem Tusche auf Papier verläuft und ausfranzt; ich nehme bei Tuschezeichnungen demzufolge immer Transparentpapier. Auch in dieser Phase tusche ich die Figuren teilweise mehrfach, um unterschiedliche Varianten auszuprobieren. In diesem Beispiel (2) war mit der linke Yoda im Gesicht zu fein, sein Umhang zu undeutlich und auch sein Ausdruck und seine Haltung ziemlich schlecht, so dass ich ihn erneut zeichnete. Die groben Linien und Umrisse tusche ich meist mit einer Feder (das sieht dynamischer aus), für das Zeichnen der Gesichter und für feine Linien greife ich dann zu den Stiften.
Man kann die Zeichnungen (Figuren und Hintergründe) in dieser Phase entweder getrennt zeichnen, oder auch gleich ein komplettes Panel zeichnen. Wer seinen Comic später im Computer nachbearbeitet, wird ersteres bevorzugen, herkömmliche Comics werden besser gleich als fertige Panel gezeichnet. Der Vorteil am Zeichnen von Figuren und Hintergrund getrennt voneinander ist natürlich, dass man eine einzelne schlechte Zeichnung schneller verwerfen kann, ohne dass auch der Rest verworfen werden muss. Außerdem können die Figuren im Panel auch noch einfach skaliert und positioniert werden, der Hintergrund kann auch in anderen Panels verwendet werden.
Wurde Pauspapier verwendet, so muss man jetzt im Copy-Shop das Umkopieren, um ein normales Papier zu erhalten, dass man anschließend colorieren oder einscannen kann.


Die Colorierung

Am Einfachsten lässt sich ein Comic natürlich auf dem Papier colorieren. Hierzu eigenen sich gut Copic-Stifte. Aber auch Aquarell-Farben oder Acryl-Farben zeigen gute Ergebnisse und geben dem Comic einen anderen Look. Am Computer ist ein Comic am schwierigsten zu colorieren, bietet dafür aber auch die meisten Möglichkeiten der Nachbearbeitung. Hier würde ich Adobe Photoshop zur Comic Colorierung empfehlen.
Comic Computer Colorierung Colorierung am Computer:
Hier habe ich die Hintergrundzeichnung (1) in den Computer eingescannt und dort als erstes einfarbig coloriert (2). Anschließend habe ich den Bäumen noch einen harten Schatten gegeben (3), damit sie plastischer wirken und auch die schwarzen Linien in der Hintergrundfarbe aufgehellt (3), damit die Figuren sich später deutlicher vom Hintergrund absetzen.

Colorieren mit Copic-Stiften:
Copic-Stifte haben zwei Seiten: Eine Feine und eine Dicke. Sie ähneln normalen Malstiften - die Farben bleiben aber länger flüssig, so dass sie gut ineinander verlaufen. Man kann sie auch mehrfach auftragen, so dass sich verschiedene Farben mischen lassen, es sieht aber leider nicht so gut aus, als wenn man den Farbton direkt verwendet. Also braucht man schon ein grosses Sortiment von mind. 30 Stiften, Profis mind. 100 Stifte - bei einem Preis von ca. 4 Euro pro Copic-Stift schon ein kleines Vermögen. (Sparsame Zeichner benutzen wenige Farben und ändern diese später am Computer.)

Beispiele unterschiedlicher Colorierung:
Computer-Colorierung Cartoon
Colorierung am Computer
Colorierung Cartoon Acryl
Colorierung mit Acrylfarben
Colorierung Cartoon Copic
Colorierung mit Copic-Stiften
Colorierung Cartoon Copic+Computer
Kombination Copic + Computer


Zusammensetzen aller Einzelteile, Effekte

Dieser Schritt ist nur nötig, wenn die Zeichnungen getrennt angefertigt wurden und noch in einem Panel zusammengefasst werden müssen. Am Computer lassen sich die einzelnen Bilder gut zurecht schieben (2); hat man das Panel schon komplett gezeichnet, so hat man hierbei sein Pauspapier schon beim Durchzeichnen der einzelnen Elemente immer in die richtige Lage gerückt, um die Figuren gut im Bild zu platzieren.
Comic Zusammensetzen
Die Figuren müssen natürlich auch wie der Hintergrund coloriert werden.
Hat man sich entschieden, das Comic im Computer zu colorieren, kann man hier gut auch noch verschiedene andere Ebenen in das Bild einfügen, wie in (3) der Nebel oder auch die Schatten der Figuren.


Fertig

Wenn alle Panels fertig coloriert und zusammengesetzt sind, ist auch der Comic fertig. In diesem Fall sieht er wie folgt aus:
Star Wars Cartoon Yoda

Mehr Comics dieser Art findet Ihr bei meiner Star Wars Parodie.

Nun aber viel Spass beim Zeichnen Eurer eigenen Comics!
Ich würde mich natürlich auch freuen, wenn ich Euch zum Comic Zeichnen angeregt habe. Wenn dem so war, dann könnt Ihr Eure Werke auf dieser Cartoon- und Comic-Community ausstellen:

Comic- und Cartoon-Community



Anmerkungen

Dieses Tutorial ist noch sehr kurz, zu den einzelnen Schritten kann man auch noch viel mehr schreiben (z.Bsp.: "Wie coloriere ich mit Photoshop?", "Wie sollte ich die Schattierungen setzen?", "Was ist bei dem Bildaufbau zu beachten?", usw.).
Bei Interesse würde ich Euch gerne ins toonsUp Comic-Forum weiterleiten!

Euer Ron.




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